Blickfang des Ensembles ist der markante Kopfbau mit seinem überkragenden Dach.Foto: Chez Chef
Verwaltung & Büro / Freizeit
Das "Alte Eichamt"
Spichernstraße 73 - 77
50672 Köln
Innenstadt
50672 Köln
Innenstadt
Bis Ende der 1980er Jahre wurden an der Spichernstraße hinter weiß verputzter Fassade Gewichte und Messgeräte überprüft. Nach einem Intermezzo im Dienst der Finanzverwaltung, anschließendem Leerstand und kurzzeitiger Nutzung als Autonomes Zentrum, ist das "Alte Eichamt" inzwischen zu einer attraktiven Büroadresse geworden.
Herausstechendes Merkmal des Ensembles ist die warme Farbgebung. Über einer Sockelzone in Anthrazit ist die Fassade in terracottafarbene Ziegel gefasst. Nachdem man mit unterschiedlichen Fugenfarben experimentiert hatte, fiel die Wahl auf eine Ton-in-Ton-Gestaltung. Durch diesen Kniff wird eine besondere Leuchtkraft erreicht, denn Ziegel und Fugen verstärken sich gegenseitig in ihrer Wirkung.
Die beiden Altbaufassaden sind in strengem Raster durch rechteckige Fenster von gleicher Größe gegliedert. Ihre Sprossengliederung in Stahloptik durchzieht als Motiv auch Treppenläufe und Brüstungsgitter. Farbwahl und Dekor ergeben einen ausgewogenen Gesamteindruck.
Der Kopfbau setzt einen kräftigen Akzent, seine werksteingefasste Fenstergruppe springt ins Auge. Im Erdgeschoss erlauben großzügige Fensterfronten einen Blick ins "Chez Chef", der hauseigenen Gastronomie. Bei schönem Wetter belebt sie den Schnittpunkt von Spichernstraße und Erftstraße auch durch einige Tische im Freien. Doch besonders das überkragende Flachdach über dem neuen verglasten Dachgeschoss und der umlaufenden Terrasse verleiht dem Ensemble einen markanten Abschluss.
Herausstechendes Merkmal des Ensembles ist die warme Farbgebung. Über einer Sockelzone in Anthrazit ist die Fassade in terracottafarbene Ziegel gefasst. Nachdem man mit unterschiedlichen Fugenfarben experimentiert hatte, fiel die Wahl auf eine Ton-in-Ton-Gestaltung. Durch diesen Kniff wird eine besondere Leuchtkraft erreicht, denn Ziegel und Fugen verstärken sich gegenseitig in ihrer Wirkung.
Die beiden Altbaufassaden sind in strengem Raster durch rechteckige Fenster von gleicher Größe gegliedert. Ihre Sprossengliederung in Stahloptik durchzieht als Motiv auch Treppenläufe und Brüstungsgitter. Farbwahl und Dekor ergeben einen ausgewogenen Gesamteindruck.
Der Kopfbau setzt einen kräftigen Akzent, seine werksteingefasste Fenstergruppe springt ins Auge. Im Erdgeschoss erlauben großzügige Fensterfronten einen Blick ins "Chez Chef", der hauseigenen Gastronomie. Bei schönem Wetter belebt sie den Schnittpunkt von Spichernstraße und Erftstraße auch durch einige Tische im Freien. Doch besonders das überkragende Flachdach über dem neuen verglasten Dachgeschoss und der umlaufenden Terrasse verleiht dem Ensemble einen markanten Abschluss.
Um 1900 wurden an der Spichernstraße Eichamt und Eichdirektion errichtet. Das ursprüngliche Aussehen korrespondierte mit dem gegenüberliegenden Schulgebäude aus Backstein. Die Spichernstraße 75 umfasst den Kernbau der Jahrhundertwende, der in den 1950er Jahren versachlicht wurde. Seither folgt die Fassade einem strengen Raster. Allein die Geschosshöhe weist noch auf einen Vorkriegsbau hin.
In der ursprünglichen Fassung des Gebäudes wurden Eingang und Treppenhaus durch einen Risalit mit zwei Zwillingsrundbogenfenstern betont, dessen Bedachung in einen mächtigen abgetreppten Giebel mündete. Der Vorsprung war in der Nachkriegsfassung noch zu sehen, wie eine historische Aufnahme zeigt. Auch die Anordnung der Kellerfenster entsprach noch dem ersten Bauzustand.
Der Kopfbau, der bis zum Zweiten Weltkrieg nicht zur Eichbehörde gehörte, entstand nach einem Kriegsschaden neu und beherbergte die Prüfhalle. Im Zuge der Sanierung durch den Investor Armin Wolfgang Müller wurde der Ursprungsbau ebenso wie der Kopfbau aus den 1950er Jahren kernsaniert und um zwei Geschosse aufgestockt. Das Satteldach wurde durch ein Flachdach ersetzt.
Beidseitig erweitern Neubauten mit Glasfassaden das Objekt und schließen vorherige Baulücken. An der Spichernstraße 73 befindet sich einer der vier Eingänge und die Zufahrt zur Tiefgarage. Das Gebäude erschließt sich über eine elegante geschwungene Treppe. In der Erftstraße liegt ein weiterer Zugang und gerahmt von einer Fensterzone im Erdgeschoss die Einfahrt zum Hof.
Der Hof bietet weitere PKW-Stellplätze und einen aufgestelzten Flachbau, der über eine Außentreppe zugänglich ist. Dieser Neubau mit seinem durchgehenden Fensterband und einer kleinen Terrasse ersetzt eine ehemalige Prüfhalle. Seine Fassade und wie auch die rückwärtigen Wände des Eichamtes sind verputzt. Die Farbgebung übernimmt der Terracottaton der Ziegelfront. Auf den ursprünglichen Bau verweist im Hof ein Stück Ziegelsteinfassade mit Rundbogenfenstern und einer historischen Krananlage.
In der ursprünglichen Fassung des Gebäudes wurden Eingang und Treppenhaus durch einen Risalit mit zwei Zwillingsrundbogenfenstern betont, dessen Bedachung in einen mächtigen abgetreppten Giebel mündete. Der Vorsprung war in der Nachkriegsfassung noch zu sehen, wie eine historische Aufnahme zeigt. Auch die Anordnung der Kellerfenster entsprach noch dem ersten Bauzustand.
Der Kopfbau, der bis zum Zweiten Weltkrieg nicht zur Eichbehörde gehörte, entstand nach einem Kriegsschaden neu und beherbergte die Prüfhalle. Im Zuge der Sanierung durch den Investor Armin Wolfgang Müller wurde der Ursprungsbau ebenso wie der Kopfbau aus den 1950er Jahren kernsaniert und um zwei Geschosse aufgestockt. Das Satteldach wurde durch ein Flachdach ersetzt.
Beidseitig erweitern Neubauten mit Glasfassaden das Objekt und schließen vorherige Baulücken. An der Spichernstraße 73 befindet sich einer der vier Eingänge und die Zufahrt zur Tiefgarage. Das Gebäude erschließt sich über eine elegante geschwungene Treppe. In der Erftstraße liegt ein weiterer Zugang und gerahmt von einer Fensterzone im Erdgeschoss die Einfahrt zum Hof.
Der Hof bietet weitere PKW-Stellplätze und einen aufgestelzten Flachbau, der über eine Außentreppe zugänglich ist. Dieser Neubau mit seinem durchgehenden Fensterband und einer kleinen Terrasse ersetzt eine ehemalige Prüfhalle. Seine Fassade und wie auch die rückwärtigen Wände des Eichamtes sind verputzt. Die Farbgebung übernimmt der Terracottaton der Ziegelfront. Auf den ursprünglichen Bau verweist im Hof ein Stück Ziegelsteinfassade mit Rundbogenfenstern und einer historischen Krananlage.
Der Gastronomiebereich umfasst die frühere Gewichte- und Prüfhalle. Um befahrbar zu sein, wurde der rund 150 Quadratmeter große Raum stützenfrei angelegt. Eine mechanische in den Boden eingelassene Waage diente vor allem der Polizei zur Überprüfung zulässiger Achslasten.
Ein- und Ausfahrt der Halle - früher doppelflügelige Stahltore - geben dem Raum heute als Fenstertüren zusätzliches Licht. Stahlzüge und eine Krananlage an der Decke wurden als Relikt der früheren Nutzung erhalten und geben den Stil der Raumgestaltung vor.
Es dominieren klare, einfache Formen und rohe Materialien, etwa in der Theke aus grauen Steinplatten und dem Ziegelboden. Der robuste Industrial Look wird gebrochen durch die orange leuchtenden Glaseinsätze der Theke und in den Boden eingelassene Spotlights.
Eine nachträglich eingezogene Empore unterteilt die frühere Halle in zwei Sitzbereiche. Dunkles Holzmobiliar in klassischen Formen und eine großzügige Glaswand, die den Küchenbereich abtrennt verleihen dem Raum eine edle Note.
Über dem stützenfreien Gastraum liegt ein runder Flur. Aus der Rotunde erschließen sich die angrenzenden Räume wie ein Fächer. Diese Unterteilung fängt die Last der zwei aufgesetzten Geschosse auf und steht pars pro toto für die eleganten Lösungen dieses durchkomponierten Komplexes.
Hochwertige Ausstattung der Büros, zum Beispiel mit Eichenholzparkett, hoher Sicherheitskomfort und natürlich die attraktive Lage mit Blick auf den Mediapark machen das "Alte Eichamt" zu einem Gewerbeobjekt der gehobenen Kategorie. Rund 15 Mieter aus den Bereichen Werbung, Medien und moderne Dienstleistungen nutzen das 2002 fertiggestellte Ensemble.
Petra Metzger
Mai 2005
Ein- und Ausfahrt der Halle - früher doppelflügelige Stahltore - geben dem Raum heute als Fenstertüren zusätzliches Licht. Stahlzüge und eine Krananlage an der Decke wurden als Relikt der früheren Nutzung erhalten und geben den Stil der Raumgestaltung vor.
Es dominieren klare, einfache Formen und rohe Materialien, etwa in der Theke aus grauen Steinplatten und dem Ziegelboden. Der robuste Industrial Look wird gebrochen durch die orange leuchtenden Glaseinsätze der Theke und in den Boden eingelassene Spotlights.
Eine nachträglich eingezogene Empore unterteilt die frühere Halle in zwei Sitzbereiche. Dunkles Holzmobiliar in klassischen Formen und eine großzügige Glaswand, die den Küchenbereich abtrennt verleihen dem Raum eine edle Note.
Über dem stützenfreien Gastraum liegt ein runder Flur. Aus der Rotunde erschließen sich die angrenzenden Räume wie ein Fächer. Diese Unterteilung fängt die Last der zwei aufgesetzten Geschosse auf und steht pars pro toto für die eleganten Lösungen dieses durchkomponierten Komplexes.
Hochwertige Ausstattung der Büros, zum Beispiel mit Eichenholzparkett, hoher Sicherheitskomfort und natürlich die attraktive Lage mit Blick auf den Mediapark machen das "Alte Eichamt" zu einem Gewerbeobjekt der gehobenen Kategorie. Rund 15 Mieter aus den Bereichen Werbung, Medien und moderne Dienstleistungen nutzen das 2002 fertiggestellte Ensemble.
Petra Metzger
Mai 2005
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Objekt-Daten
| Objektnr | projekt #077 |
| Baujahr | 1999-2002 |
| Eigentümer | Armin Wolfgang Müller |
| Bauherr | Armin Wolfgang Müller |
| Architekt | LK Architekten |
| Fotos von | Chez Chef; Archivaufnahmen von Th. Kostulski |
| Projektpate | Armin Wolfgang Müller |
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