Der 10 Geschosse hohe Turm des KAPs am Südkai bildet den südlichen Abschluss des Entwicklungsgebietes Rheinauhafen. Nebenflächen wie Erschließung, Archivräume und Toiletten sind im roten Gebäudekern untergebracht.Foto: Ulrich Grützner
Verwaltung & Büro / Kunst & Kultur
KAP am Südkai
Agrippinawerft 28-30
50678 Köln
Innenstadt
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Sieht so die Zukunft von Architekten aus? Beauftragung zur Entwurfs- und Ausführungsplanung eines Gebäudes durch sich selbst als Investor und daran anschließend die Eigennutzung. Bei der Errichtung von Einfamilienhäusern durchaus gang und gäbe, bleibt dieses Vorgehen in anderen Bereichen des Immobilienmarktes eher ungewöhnlich. Das in mehreren deutschen Städten vertretene Architekturbüro KSP Engel und Zimmermann aber ist mit seinem "KAP am Südkai" eben diesen Weg gegangen und beteiligte sich so auf verschiedensten Ebenen an der Entwicklung des neuen Stadtquartiers Rheinauhafen.
Dieses etwa zwei Kilometer lange und zweihundert Meter breite Areal mit seiner angestrebten Bruttogeschoßfläche von über 200.000 m² soll künftig Gewerbe, Wohnen und Kultur in sich vereinen. Ursprünglich mit einem Anteil von einem Drittel der Fläche, wird Wohnen auf dem mit Rheinblick verwöhnten Gelände in nurmehr einem Viertel möglich sein - dies hauptsächlich im sogenannten "Siebengebirge".
Verbunden werden die unterschiedlichen, zu einem Großteil denkmalwerten Bauwerke, durch Europas größte Tiefgarage - 1.800 Meter lang, erstreckt sie sich mit ihrem Platzangebot für 2.500 Autos vom KAP bis hin zum Schokoladenmuseum. Die Besichtigung dieses beeindruckenden Raumes sollte allerdings nur zu Fuß oder mit dem Auto durchgeführt werden, möchte man nicht, anders als der fahrradfahrende Autor, von einer zukünftigen Nutzung vermittels Hausverbot ausgeschlossen werden.
Der direkt am Haus vorbeiführende Radwanderweg am Rheinufer bietet sich für eine Zweirad-Erkundung allerdings ebenso gut an - und wird für eine Belebung der von der Stadt geforderten öffentlichen Nutzungen der Erdgeschoßbereiche sorgen. Das neue KAP am Südkai bietet Ausflüglern und Angestellten diesbezüglich ein Restaurant / Café mit großer Außenterrasse sowie das "KAP Forum".
Dieses etwa zwei Kilometer lange und zweihundert Meter breite Areal mit seiner angestrebten Bruttogeschoßfläche von über 200.000 m² soll künftig Gewerbe, Wohnen und Kultur in sich vereinen. Ursprünglich mit einem Anteil von einem Drittel der Fläche, wird Wohnen auf dem mit Rheinblick verwöhnten Gelände in nurmehr einem Viertel möglich sein - dies hauptsächlich im sogenannten "Siebengebirge".
Verbunden werden die unterschiedlichen, zu einem Großteil denkmalwerten Bauwerke, durch Europas größte Tiefgarage - 1.800 Meter lang, erstreckt sie sich mit ihrem Platzangebot für 2.500 Autos vom KAP bis hin zum Schokoladenmuseum. Die Besichtigung dieses beeindruckenden Raumes sollte allerdings nur zu Fuß oder mit dem Auto durchgeführt werden, möchte man nicht, anders als der fahrradfahrende Autor, von einer zukünftigen Nutzung vermittels Hausverbot ausgeschlossen werden.
Der direkt am Haus vorbeiführende Radwanderweg am Rheinufer bietet sich für eine Zweirad-Erkundung allerdings ebenso gut an - und wird für eine Belebung der von der Stadt geforderten öffentlichen Nutzungen der Erdgeschoßbereiche sorgen. Das neue KAP am Südkai bietet Ausflüglern und Angestellten diesbezüglich ein Restaurant / Café mit großer Außenterrasse sowie das "KAP Forum".
Von zwölf, ansonsten eigenständigen Firmen aus dem Bausektor finanziert, soll das Forum mittels Symposien und Diskussionen, Filmvorführungen und Ausstellungen aus den Bereichen Architektur, Design und Kunst die interessierte Bevölkerung zum Verweilen bewegen. Seminare und Fortbildungsreihen der Architektenkammer und der beteiligten Firmen gestatten letzteren nicht zuletzt, einer ausgesuchten Klientel in einer "offenen Showroom-Landschaft" die eigenen Produkte zu präsentieren und einen 1.800 m² großen, zentralen Anlaufpunkt für alle am Bau Beteiligten zu erschaffen.
Das öffentliche Angebot wird den Investoren auch dabei helfen, die 18.000 m² reiner Bürofläche in den oberen Geschossen des Gebäudes zu vermarkten. Ein ehemaliger Kölner Karnevalsprinz immerhin ließ sich mit seiner Firma schon von dem Angebot überzeugen, wohl auch aufgrund des direkt über der angemieteten Einheit befindlichen, jedoch von allen Mietern nutzbaren "Skygardens". In 40 Metern Höhe bietet dieser Dachgarten, vor allzuviel Wind durch hohe Glasscheiben geschützt und bepflanzt mit meterhohen Bambusstauden, Raum für den Kunden beeindruckende Besprechungen unter freiem Himmel.
Einen ungehinderten Blick auf Vater Rhein bzw. Friedenspark sollen die Mieter allerdings jederzeit genießen können, deshalb wurden hinter der 135 Meter langen Glasfassade nur Büro-Arbeitsplätze angeordnet. Nebenflächen befinden sich komplett in der Mitte des Riegels: "Die farblich abgesetzten Kerne treten beim Einblick in das Gebäude in Erscheinung und bilden auf der Dachfläche das Rückgrat des Baukörpers."
Die auf moderne Arbeitsstrukturen ausgerichtete Immobilie mit individuell aufteilbaren Büroflächen zwischen neun und 2.000 m² soll "insbesondere wachstumsstarke Branchen ansprechen, die hier sowohl in der Mikro-Erweiterung in die Innenzone als auch in der Makro-Horizontalerweiterung ideale Wachstumsmöglichkeiten vorfinden." Aber: "Wir vermieten nicht an jeden. Die Nachbarn müssen zur Community passen, denn wir wollen auch intern den Austausch."
Ulrich Grützner
April 2005
Das öffentliche Angebot wird den Investoren auch dabei helfen, die 18.000 m² reiner Bürofläche in den oberen Geschossen des Gebäudes zu vermarkten. Ein ehemaliger Kölner Karnevalsprinz immerhin ließ sich mit seiner Firma schon von dem Angebot überzeugen, wohl auch aufgrund des direkt über der angemieteten Einheit befindlichen, jedoch von allen Mietern nutzbaren "Skygardens". In 40 Metern Höhe bietet dieser Dachgarten, vor allzuviel Wind durch hohe Glasscheiben geschützt und bepflanzt mit meterhohen Bambusstauden, Raum für den Kunden beeindruckende Besprechungen unter freiem Himmel.
Einen ungehinderten Blick auf Vater Rhein bzw. Friedenspark sollen die Mieter allerdings jederzeit genießen können, deshalb wurden hinter der 135 Meter langen Glasfassade nur Büro-Arbeitsplätze angeordnet. Nebenflächen befinden sich komplett in der Mitte des Riegels: "Die farblich abgesetzten Kerne treten beim Einblick in das Gebäude in Erscheinung und bilden auf der Dachfläche das Rückgrat des Baukörpers."
Die auf moderne Arbeitsstrukturen ausgerichtete Immobilie mit individuell aufteilbaren Büroflächen zwischen neun und 2.000 m² soll "insbesondere wachstumsstarke Branchen ansprechen, die hier sowohl in der Mikro-Erweiterung in die Innenzone als auch in der Makro-Horizontalerweiterung ideale Wachstumsmöglichkeiten vorfinden." Aber: "Wir vermieten nicht an jeden. Die Nachbarn müssen zur Community passen, denn wir wollen auch intern den Austausch."
Ulrich Grützner
April 2005
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Objekt-Daten
| Objektnr | projekt # 074 |
| Baujahr | 2004 |
| Bauherr | Objektgesellschaft Kap am Südkai mbH |
| Architekt | KSP Engel und Zimmermann |
| Fotos von | Stefan Schilling; Graphiken von KSP Architekten |
| Projektpate | KAP Forum |
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