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Pixelpark am Friesenplatz

Eine Pfostenriegelfassade im zunächst herkömmlichen Sinne. Überraschendes gestalterisches Element ist die Vielzahl der Lüftungsflügel, die sehr schmalen Klappläden ähneln.
Foto: Sigurd Steinprinz


Industrie & Handel

Pixelpark am Friesenplatz


Friesenplatz 25
50672 Köln
Innenstadt

"Die Szenerie des Friesenplatzes" beschrieb Werner Strodthoff noch 1998 "könne in ihrer versammelten Hilflosigkeit kaum erfunden werden".
Doch nicht unverrückbar sind die Gegebenheiten, zwei Altbauten im neuen Gewand definieren nun die Ecke Friesenplatz/ Venloerstrasse.

Das ehemalige Klingel-Gebäude in exponierte Lage, ein siebengeschossiger Bau aus den späten sechziger Jahren, wurde in 16-monatiger Bauzeit vollständig entkernt und auf der Hofseite um einen mehrgeschossigen Anbau erweitert. Heute beherbergt das Haus mit neuem zeitgemäßen Charakter ein Unternehmen aus der IT-Branche - den Pixelpark.

Die Sanierung umfasste die vollständige Entkernung, die Erneuerung der alten Alufassade durch eine Glasfassade mit integrierten Lüftungsflügeln und außenliegendem Sonnenschutz und die komplette Entfernung der aufwendigen Klimatechnik, um das Gebäude natürlich belüften zu können.
Im Innenhof wurde eine neue Tiefgarage und ein zweigeschossiges Wohn und Bürogebäude realisiert.

Als Ausdruck des neuen Zeitgeistes und der nach außen widerspiegelnde Haltung dessen, was im inneren passiert, war ursprünglich eine Medienfassade geplant.
Realisiert wurde jedoch eine Pfostenriegelfassade im zunächst herkömmlichen Sinne. Überraschendes gestalterisches Element ist die Vielzahl an Lüftungsflügeln, die sehr schmalen Klappläden ähneln. Sie sind aus trespa - Schwingelementen, einem Werkstoff aus Holz und thermo-härtender Harze.

Sie stehen in ihrer Geschlossenheit im Kontrast zur Leichtigkeit der Glasfassade und deren Festverglasung. Diese Umkehrung der üblichen Funktionen und Sehgewohnheiten und die nach außen zu öffnenden Lüftungselemente mit den Sonnenschutzelementen ergeben je nach Nutzung und Witterung ein sich ständig änderndes und belebtes Fassadenbild.

Tête-à-tête am Friesenplatz

Während der Planung entstand die Idee, die im starken Kontrast zusammenhanglos nebeneinander stehenden Gebäude, das neue "Pixelparkhaus" und das denkmalgeschützte "Weingartenhaus" am Friesenplatz in einen Dialog treten zu lassen. Als eins der letzten verbleibenden Zeitzeugen aus dem 19.Jahrhundert am Friesenplatz betonte ursprünglich der als Erker des Weingartenhauses ausgearbeitete Turm die Ecke zur Venloerstrasse. Nach der Zerstörung der Turmhaube im zweiten Weltkrieg, stand lange nur ein Fragment des Turmes. Mit Unterstützung der Kölner Denkmalbehörde konnte in Frühjahr die historischen Form rekonstruiert werden, so dass die beiden Altbauten im neuen Gewand im Gleichgewicht ein spannungsvolles Ensemble bilden.

Barbara Schlei
Juli 2003

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Objekt-Daten

Objektnrprojekt # 007
Baujahr2000
EigentümerPixelpark
Bauherrprivat
ArchitektJankowski Architekten Stadtplaner DWB
Fotos vonSigurd Steinprinz
 

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