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Beethovenstraße 12-18

Der an die Rückseite der Synagoge grenzende Innenhof wird als Wohn- und Gewerberaum genutzt.
Foto: Nicole Compère


Wohnen / Freizeit

Beethovenstraße 12-18


Beethovenstraße 12-18
50674 Köln
Innenstadt

Zur gründerzeitlichen Bebauung der Kölner Neustadt entlang des Rings gehörte die gewerbliche Nutzung der Innenhöfe. Diese Mischnutzung findet sich heute nur noch selten, viele der Blockinnenbereiche werden eher als Garagenhöfe und teilentkernte Zwischenzonen genutzt. In einem solchen „entleerten“ urbanen Raum in der Beethovenstraße ist ein neues Gebäude entstanden, das eine städtebauliche Alternative für diese Innenhöfe aufzeigt.

Zwei Bauherren vereinigten ihre Grundstücke an der Beethovenstraße, um den an die Rückseite der Synagoge grenzenden Innenhof als Wohn- und Gewerberaum zu nutzen. Luczak Architekten haben einen L-förmigen, dreigeschossigen Bau entworfen, der sich an die Hofsituation und die umgebenden Brandmauern und Häuser anpasst. So entstand Raum für ein Aikido-Dojo und für 5 Wohnungen, darunter 3 Loft- und Ateliereinheiten sowie 2 Maisonettewohnungen. Auf dem 860 qm großen Grundstück wurden 774 qm Wohn- und Nutzfläche untergebracht. Der Zugang erfolgt durch die Hofeinfahrt des Hauses Nr. 12, unter Nr. 18 befindet sich die Zufahrt zur Tiefgarage mit 30 Stellplätzen.


Weiter Hofbebauungen:
-> 3 Hof Haus
-> Hofhaus im Pixelpark
-> Krieler Strasse

Das Erdgeschoss mit Dojo und Wohneinheiten öffnet sich auf der gesamten Hofseite mit einer Glasfassade, so dass Innenraum und Hofgelände optisch ineinander übergehen. Lamellenwände aus Holz, Terrassen und Balkone bieten den Bewohnern differenzierte Nutzungsmöglichkeiten der halböffentlichen Hofsituation. Eine weitere Terrasse findet sich auch in der begrünten Dachlandschaft. Angesichts der Innenhofsituation und der Geschosshöhen der umliegenden Wohnhäuser ermöglichen Glasfassade, Lichtbänder zwischen den Gebäudeelementen und Lichthöfe an den rückwärtigen Seiten optimalen Lichteinfall. In den Innenräumen sorgt insbesondere die indirekte Sonneneinstrahlung der Reflexionswände in den Lichthöfen für eine besondere Atmosphäre.
Die vorherrschenden Materialien der Fassade und der Innenraumgestaltung sind Sichtbeton, Holz und Edelkratzputz. Die Innenräume des Dojos ebenso wie der Ateliereinheiten haben einen geschliffenen Estrichboden. Für die Einbauten wurden Sichtbeton, helles und dunkles Eichenholz verwendet.
Im Zentrum von Küche- und Essraum in der größten Wohnung gestalteten die Architekten einen frei stehenden, aus Beton gegossenen und mit Holzelementen ausgestatteten Küchenblock.


Simone Mergen
März 2004

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Objekt-Daten

Objektnrprojekt # 61
Baujahr2002
BauherrRA Stefan Kralle, Dr. Klaus-Otto Jacobi
ArchitektLuczak Architekten
Auszeichnungen2003 - "Schöner Wohnen-Küchenwettbewerb"-Preis für die Betonküche
Fotos vonNicole Compère; Pläne von Luczak Architekten
 

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