Querschnitt durch das Architekten-Wohnhaus in KlettenbergWohnen
Wohnhaus Scheuring-Hannibal
Lohrbergstraße 10
50939 Köln
Klettenberg
50939 Köln
Klettenberg
Noch 1990 wurden in Köln über 5.000 Baulücken gezählt. Inzwischen sind es nur noch halb so viele. Die Stadt fördert ihre Bebauung, denn dieser neu geschaffene Wohnraum verursacht keine weiteren Kosten für Infrastrukturmaßnahmen oder Verkehrsanbindung.
Im Wohnhaus Scheuring-Hannibal, das nur eine Breite von 5,20 Meter misst, wurde das Zusammenleben von fünf Personen auf 200 qm Wohnnutzfläche über vier Geschosse hinweg organisiert. Ein Dachgarten und 45 qm Gartengrund sorgen für zusätzliche Wohnqualität.
Straßen- und Gartenfront sind verglast. Auf allen Wohnebenen ist der Blick nach außen wesentliches Gestaltungselement.
Im Wohnhaus Scheuring-Hannibal, das nur eine Breite von 5,20 Meter misst, wurde das Zusammenleben von fünf Personen auf 200 qm Wohnnutzfläche über vier Geschosse hinweg organisiert. Ein Dachgarten und 45 qm Gartengrund sorgen für zusätzliche Wohnqualität.
Straßen- und Gartenfront sind verglast. Auf allen Wohnebenen ist der Blick nach außen wesentliches Gestaltungselement.
Das Gebäude ist als Split-Level-Haus mit einer zentralen Betontreppe ausgeführt. Obwohl beide Fassaden verglast sind, ergibt sich daher kein Durchblick im buchstäblichen Sinn. Eine mögliche Einsicht - soweit nicht durch die Jalousien verhindert – endet spätestens am Treppenlauf, der eine halbgeschossige Zäsur zwischen Straßen- und Gartenseite darstellt.
Das Innere Wird durch die Diagonale dominiert. Die markante, holzbelegte Treppe stellt die zentrale Organisationsachse des Hauses dar. Von einem großzügigen Entrée führt sie nach unten in das Arbeitszimmer der Eltern oder hoch in den Küchen- und Essbereich der Familie. Über diesem liegt im ersten Obergeschoss eine auf den Garten ausgerichtete Galerie. Wie bei der Treppenanlage finden sich auch hier Beton und Stahlgeländer als Materialien.
Die zweite Etage umfasst ein Zimmer auf jeder Ebene sowie ein Bad und ein WC. Um trotz der Offenheit der halbgeschossigen Wohnebenen, den Rückzugswünschen der Kinder gerecht zu werden, wurden zwei Kinderzimmer in der dritten Etage Wand an Wand nebeneinander gelegt. Auf der Gartenseite wurde ein weiteres Badezimmer untergebracht, das durch runde Oberlichter Tageslicht erhält.
Fließende Übergänge zwischen Räumen und Geschossen erzeugen ein Gefühl der Weitläufigkeit. Trotz des schmalen Zuschnitts des Grundstücks verhindert das Spiel mit den Ebenen jeden Eindruck von Enge. Dieser Effekt wird durch den geschossübergreifenden Raum verstärkt, der die Wohnbereiche auf der Gartenseite vertikal zusammen fasst.
Das Innere Wird durch die Diagonale dominiert. Die markante, holzbelegte Treppe stellt die zentrale Organisationsachse des Hauses dar. Von einem großzügigen Entrée führt sie nach unten in das Arbeitszimmer der Eltern oder hoch in den Küchen- und Essbereich der Familie. Über diesem liegt im ersten Obergeschoss eine auf den Garten ausgerichtete Galerie. Wie bei der Treppenanlage finden sich auch hier Beton und Stahlgeländer als Materialien.
Die zweite Etage umfasst ein Zimmer auf jeder Ebene sowie ein Bad und ein WC. Um trotz der Offenheit der halbgeschossigen Wohnebenen, den Rückzugswünschen der Kinder gerecht zu werden, wurden zwei Kinderzimmer in der dritten Etage Wand an Wand nebeneinander gelegt. Auf der Gartenseite wurde ein weiteres Badezimmer untergebracht, das durch runde Oberlichter Tageslicht erhält.
Fließende Übergänge zwischen Räumen und Geschossen erzeugen ein Gefühl der Weitläufigkeit. Trotz des schmalen Zuschnitts des Grundstücks verhindert das Spiel mit den Ebenen jeden Eindruck von Enge. Dieser Effekt wird durch den geschossübergreifenden Raum verstärkt, der die Wohnbereiche auf der Gartenseite vertikal zusammen fasst.
Die Offenheit der Fassade sticht neben den soliden Mauerflächen der Nachbarbebauung besonders hervor. Sie verhüllt nichts, vielmehr zeigt sie an, wie das Leben in diesem Haus strukturiert ist. Jeweils ein durchgehender Raum hinter den Fenstern des ersten und zweiten Obergeschosses und zwei nebengeordnete Räume im dritten Geschoss.
Die Metallgänge mit Handlauf unterstreichen den filigranen Aufbau der Fassade und vereinfachen die Reinigung der großzügigen Glasflächen, die zum Teil als Schiebeelemente ausgeführt sind. Um sich gegen lästige Blicke oder störendes Lichteinfall schützen zu können, sind Metalljalousien vorgehängt.
Zwei Gitterstufen liegen vor der Holztür, die in den Wohnbereich führt. Eine Betontreppe, die der Hausfassade vorgelagert ist, führt in einen Versorgungs-, bzw. Abstellraum. Eine markante Sichtbetonplatte flankiert den Abstieg.
Das Gebäude wirkt klar und transparent aber auch - trotz aller Licht- und Blickführung (oder vielleicht gerade deswegen?) – technisch und nüchtern.
Seine Offenheit stellt einen hohen Anspruch, durch sein Wohnkonzept an seine Bewohner und durch seine Fassade an die Nachbarn. Denn es fügt sich räumlich ein, ohne sich optisch einzufügen. Dieses Wohnhaus ist ein ebenso eigenwilliger wie interessanter Baukörper, der selbst in einer so heterogen bebauten Straße wie der Lohrbergstraße alle Blicke auf sich zieht.
Petra Metzger
August 2003
Die Metallgänge mit Handlauf unterstreichen den filigranen Aufbau der Fassade und vereinfachen die Reinigung der großzügigen Glasflächen, die zum Teil als Schiebeelemente ausgeführt sind. Um sich gegen lästige Blicke oder störendes Lichteinfall schützen zu können, sind Metalljalousien vorgehängt.
Zwei Gitterstufen liegen vor der Holztür, die in den Wohnbereich führt. Eine Betontreppe, die der Hausfassade vorgelagert ist, führt in einen Versorgungs-, bzw. Abstellraum. Eine markante Sichtbetonplatte flankiert den Abstieg.
Das Gebäude wirkt klar und transparent aber auch - trotz aller Licht- und Blickführung (oder vielleicht gerade deswegen?) – technisch und nüchtern.
Seine Offenheit stellt einen hohen Anspruch, durch sein Wohnkonzept an seine Bewohner und durch seine Fassade an die Nachbarn. Denn es fügt sich räumlich ein, ohne sich optisch einzufügen. Dieses Wohnhaus ist ein ebenso eigenwilliger wie interessanter Baukörper, der selbst in einer so heterogen bebauten Straße wie der Lohrbergstraße alle Blicke auf sich zieht.
Petra Metzger
August 2003
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Objekt-Daten
| Objektnr | projekt # 051 |
| Baujahr | 1995 |
| Eigentümer | Privat |
| Bauherr | Andreas Scheuring, Claudia Hannibal-Scheuring |
| Architekt | Scheuring und Partner Architekten, Köln |
| Auszeichnungen | 1995 - Kölner Architekturpreis 1996 - Architekturpreis "Zukunft Wohnen" des Bundesverbands der Deutschen Zementindustrie 1997 - Deutscher Architekturpreis, Anerkennung 2000 - Prix Rhénan d'Architecture, Anerkennung |
| Fotos von | Antoine Bootz; Lukas Roth |
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