Das Treppenhaus in der Fuge zwischen den zwei Baukörpern...Foto: Stefan Müller
Verwaltung & Büro
Ortsvermittlungszentrale Neusser Strasse
Neusser Straße 97-99
50670 Köln
Innenstadt
50670 Köln
Innenstadt
Gelegen an der Ecke Neusser Strasse / Innere Kanalstrasse schließt das Telekom-Gebäude eine Blocklücke - gut 100 Jahre, nachdem Heinrich Joseph Stübben, Kölner Stadtbaumeister von 1881 - 1898, dies in seinen Plänen für die Erweiterung der Kölner Neustadt vorgesehen hatte.
Unbemerkt passiert man als Fußgänger oder auch Autofahrer das Eckgebäude, das den anliegenden Straßen unterschiedliche Fassaden bietet. Im Sommer durch Bäume den Blicken entzogen; durch seine zurückhaltende weiße Putz- bzw. dunkle Klinkerfassade in Augenhöhe nur wenig strukturiert, entfaltet das Gebäude seine Wirkung erst aus der Distanz.
Unbemerkt passiert man als Fußgänger oder auch Autofahrer das Eckgebäude, das den anliegenden Straßen unterschiedliche Fassaden bietet. Im Sommer durch Bäume den Blicken entzogen; durch seine zurückhaltende weiße Putz- bzw. dunkle Klinkerfassade in Augenhöhe nur wenig strukturiert, entfaltet das Gebäude seine Wirkung erst aus der Distanz.
Auf die Ecklage an der Straßenkreuzung reagiert der Architekt mit der Auflösung der L-Form des Gebäudes in zwei klare Volumina. In einer an die klassische Moderne erinnernde Formensprache zeigen sich die beiden Gebäudeteile den jeweiligen Straßen mit einer eigenen Fassade.
An der Neusser Straße ziehen sich bandartig gereihte tief eingesenkt Fensterbänder durch die Fassade. Die Gliederung durch die Pfeiler, zusammen mit dem leichten Rücksprung des Dachgeschosses geben dem Haus eine hohes Maß an Plastizität.
Die leicht gekrümmte Klinkerfassade folgt der Biegung der Ringstraße. Das feine Relief der dunklen Klinker wird ausschließlich durch die bündig eingefügten Fensterbänder und die Hofdurchfahrt gegliedert.
Zusammengefaßt werden die vermeintlichen zwei Baukörper durch eine Glashaube, die einerseits elegant das höhere Staffelgeschoß an der Neusser Straße aufnimmt, die Fuge zwischen den verschiedenen Fassade füllt und damit definiert und gleichzeitig ein markantes Zeichen setzt; folgerichtig befindet sich hier der Eingang und das Treppenhaus von der Neusser Strasse aus.
Das Treppenhaus entfaltet sich frei im Raum über die Etagen - losgelöst von den begrenzenden Wänden. Die Farbgebung zitiert mit ihren Komplementärkontrasten die klassisch gewordene Sprache des Bauhauses.
An der Neusser Straße ziehen sich bandartig gereihte tief eingesenkt Fensterbänder durch die Fassade. Die Gliederung durch die Pfeiler, zusammen mit dem leichten Rücksprung des Dachgeschosses geben dem Haus eine hohes Maß an Plastizität.
Die leicht gekrümmte Klinkerfassade folgt der Biegung der Ringstraße. Das feine Relief der dunklen Klinker wird ausschließlich durch die bündig eingefügten Fensterbänder und die Hofdurchfahrt gegliedert.
Zusammengefaßt werden die vermeintlichen zwei Baukörper durch eine Glashaube, die einerseits elegant das höhere Staffelgeschoß an der Neusser Straße aufnimmt, die Fuge zwischen den verschiedenen Fassade füllt und damit definiert und gleichzeitig ein markantes Zeichen setzt; folgerichtig befindet sich hier der Eingang und das Treppenhaus von der Neusser Strasse aus.
Das Treppenhaus entfaltet sich frei im Raum über die Etagen - losgelöst von den begrenzenden Wänden. Die Farbgebung zitiert mit ihren Komplementärkontrasten die klassisch gewordene Sprache des Bauhauses.
In der ursprünglichen Aufgabenstellung war der überwiegende Teil des Gebäudevolumens für den technischen Betrieb der Ortsvermittlung vorgesehen. Durch die Digitalisierung der Telefonvermittlung änderten sich Raumbedarf und Randbedingungen. Während der Planungsphase konnte auf den neuen Platzbedarf reagiert und die gesamte Technik auf das Unter- und Erdgeschoß konzentriert werden.
Bereits bei der Konzeption des Gebäudes folgten die Architekten der Idee des Funktionalismus in der Vorstellung der Entkoppelung von architektonischem Raum und seinen Nutzungsmöglichkeiten; d.h. in der Interpretation der Architekten wurden die Bedingungen und Notwendigkeiten, die an eine bestimmte Nutzung gebunden sind, soweit abstrahiert, daß die Planung neben der zunächst vorgesehenen Nutzung eine Vielzahl weiterer Nutzungen ermöglicht.
Gregor Steiniger
August 2003
Bereits bei der Konzeption des Gebäudes folgten die Architekten der Idee des Funktionalismus in der Vorstellung der Entkoppelung von architektonischem Raum und seinen Nutzungsmöglichkeiten; d.h. in der Interpretation der Architekten wurden die Bedingungen und Notwendigkeiten, die an eine bestimmte Nutzung gebunden sind, soweit abstrahiert, daß die Planung neben der zunächst vorgesehenen Nutzung eine Vielzahl weiterer Nutzungen ermöglicht.
Gregor Steiniger
August 2003
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Objekt-Daten
| Objektnr | projekt # 050 |
| Baujahr | 1993-1995 |
| Eigentümer | Deutsche Telekom |
| Bauherr | Deutsche Telekom |
| Architekt | Prof. Dipl. Ing. Heribert Wiesemann, Köln |
| Auszeichnungen | 1995 - Kölner Architekturpreis, BDA 1998 - Architekturpreis - Bauen und Gestalten mit Vormauerziegeln und Klinkern |
| Fotos von | Stefan Müller; Dorothea Heiermann |
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