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Hafenamt im Rheinauhafen

Im Modell lässt sich die Vielschichtigkeit des Gebäudeensembles besonders gut erkennen.


Verwaltung & Büro

Hafenamt im Rheinauhafen


Rheinauhafen, Agrippinaufer
50678 Köln
Innenstadt

Der Umbau des Hafenamtes und die "innere" Neugestaltung des Bayenturms sind bereits realisierte Einzelbausteine in der gesamten Neuplanung des historischen Hafenareals Rheinauhafen. In der Planungsaufgabe ist die Umnutzung des denkmalwerten Baubestandes und die Errichtung von Neubauten für Zwecke der Kultur, des Wohnens und des verträglichen Gewerbes vorgesehen.

Das Hafenamt bildet die Kopfseite des Rheinauhafen-Beckens und damit das Koppelement zwischen der linearen Struktur der ehemaligen Hafenanlagen und der gekrümmten Stadtkante an der Rheinuferstraße.
Das unter Denkmalschutz stehende Ensemble besteht zum einen aus dem raumbildenden eigentlichen Hafenamt, mit besonderer Eckausbildung zur Stadtseite, dem hohen Turm über dem Eingangsbereich, und zum anderen aus dem historischen Lokschuppen, der niedriger die Kante zur Rheinuferstraße aufnimmt. Der Bereich zwischen beiden Gebäuden wurde später teilweise mit unterschiedlichen Anbauten gefüllt. Der Neubau des Verwaltungsgebäudes der Häfen und Güterverkehr AG bildet die Erweiterung des Gebäudeensembles aus Hafenamt und Lockschuppen.



Teil des städtebaulichen Sanierungsgebietes
->Rheinauhafen


Weiter Projekte von Gatermann + Schossig Architekten:
->FrauenMediaTurm
->Sozialer Wohnungsbau in der Körnerstrasse
->Kindertagesstätte Körnerstrasse
->Postbank Niederlassung Köln

Der Grundgedanke zur Erweiterung des historischen Hafenamtes basiert auf dem Ansatz, erkennbar neue Gebäudekörper hinzuzufügen, dadurch jedoch insgesamt ein ganzheitliches Neues zu schaffen. Die neuen Bauteile nehmen die Dimensionen und Fluchten der Altbauten auf und umschließen einen glasgedeckten Innenhof, der den bestehenden Hof des Hafenamtes einbezieht und so einen neuen lichten gemeinschaftlichen Raum im Zentrum der rundum gruppierten Büros mit Rheinpanorama schafft.

Von hier aus werden alle Gebäudeebenen durch einen zentralen Aufzug und die Treppenanlagen erschlossen, das historische Hafenamt bleibt unangetastet erhalten. Den Übergang zwischen Alt- und Neubau bilden leichte Treppenräume, sie wurden als gläserne Verbindungselemente ausgebildet. So bleiben die Brandwände des Hafenamtes weiterhin sichtbar und wandeln sich vom Außen- zum Innenraum. Das lichte Atrium unter dem filigranen Glasdach und den erhaltenen Backsteinwänden hat den Charakter eines überdachten Außenraumes. Im ganzen Haus überraschen immer neu Blickbeziehungen zwischen gestern und heute.

Der Künstler Thomas Weil gestaltet 2001
das Ornament im Innenhof des Hafenamtes

Barbara Schlei
Juni 2003

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Objekt-Daten

Objektnrprojekt # 008
Baujahr2000
EigentümerHafen- und Güterverkehr Köln AG
BauherrHafen- und Güterverkehr Köln AG
ArchitektGatermann + Schossig
Auszeichnungen2006 - Verleihung des labels "best architects 07"
Fotos vonJens Willebrand