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Wohn- und Atelierhaus Am Kölner Brett

Im Kölner Brett entstanden 12 Wohn- und Ateliereinheiten.
Foto: Michael Reisch, Köln


Verwaltung & Büro

Wohn- und Atelierhaus Am Kölner Brett


Am Kölner Brett 2
50852 Köln
Ehrenfeld

Westlich der Kölner Innenstadt befindet sich der durch Konversion geprägten Kölner Stadtteil Ehrenfeld. Heterogene städtebauliche Strukturen und Mischnutzungen im gesamten Areal hinterlassen, trotz innerstädtischer Nähe, den Eindruck von Peripherie.

Die Folgen von Produktionsprozessen vormals industrieller Nutzungen haben zum Teil kontaminierten Baugrund hinterlassen. Eine Versiegelung des Grundstücks wurde deshalb unumgänglich um es maximal auszunutzen. Gezielte Bepflanzungen auf Dachterrassen und Balkonen schaffen neue grüne Freiräume.

Entsprechend der vorgefundenen Potentiale, wurde ein Haus konzipiert, das Nutzungen aufnimmt, die üblicherweise nur durch Umnutzung bestehender Industrie- und Gewerbeeinheiten in sogenannte "Lofts" entstehen. Die Verbindung von Wohnen und Arbeiten innerhalb eines großzügigen aber auch differenzierten Raumangebotes hat deshalb große Anziehungskraft bei der Zielgruppe kreativ Schaffender im Kunst- und Medienumfeld.

Entstanden sind 12 Einheiten, z.T. 2-geschossig, die beliebig erweiterbar sind, auf insgesamt 1660 m2 Hauptnutzfläche.
Die Erschließung erfolgt rückseitig über eine vom Gebäude abgelöste Balkon- und Treppenanlage. Gärten befinden sich auf dem Dach und den Balkonen, Stellplätze auf dem asphaltiertem Hof.



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Modular wurde die Gesamtstruktur entwickelt. Der kompakte Baukörper setzt sich aus zwölf identischen, in ihrer Lage gedrehten oder gespiegelten Raummodulen zusammen. Die Grundfläche eines Moduls ist zu einem Drittel zweigeschossig (optional zweite Ebene), zu zwei Dritteln eingeschossig. Im eingeschossigen Teil ist die Sanitäreinheit eingestellt.

Ineinander verschachtelte Raumkuben durchdringen jeweils das gesamte Gebäude. Aus den nutzungsneutralen Grundeinheiten entsteht durch horizontale und vertikale Schaltmöglichkeiten in der Kernzone, ein hoher Grad an Grundrissflexibilität und räumlicher Vielfalt. Es entstehen vernetzte Zusammenschlüsse innerhalb der Struktur, dabei überrascht die Vielfalt der Kombinationsmöglichkeiten von nur zwei Grundformen.

Um individuelle Ansprüche zu realisieren gibt es eine Fülle von Optionen, die auch in Eigenregie der Nutzer verwirklicht werden können.
Hauptnutzfläche pro Einheit: 140 qm (+ optionale Galerien)
Das Gebäude wurde in Ortbeton-Massivbauweise aus tragenden Wandscheiben und Spannbetonfertigteildecken erstellt.

Strukturiert wird die Strassenansicht von Fassadenelementen in drei unterschiedlichen Grundformen, die neu kombiniert, espiegelt und variantenreich zusammengesetzt werden und das Innenraumkonzept nach außen transportieren.
Zwei Materialien bestimmen das Erscheinungsbild von außen: Die Glasfassade in Pfosten-Riegel-Konstruktion mit goldeloxierten Aluminiumprofilen verweist augenzwinkernd auf eine Kölner Tradition.
Und das transluzente Material der Fassadenbekleidung aus glasfaserverstärkten Kunststoffplatten, mit sichtbarer Wärmedämmung auf hinterlüfteter Unterkonstruktion schimmert je nach Lichteinfall zwischen gelb und grün. Es verleiht dem Haus den ruppigen Industriecharakter.

Der Vorbau, monolithisch als Stahl-Beton-Verbund gefertigt, dient sowohl als Erschließungssystem als auch mit eingelassenen Pflanzbeeten dem Aufenthalt im Freien. Schubkräfte werden über die Erschließungsbalkone abgetragen. So kann der Untergrund stützenfrei gehalten werden.

Dachgärten und Balkone sind extensiv begrünt mit Gräsern, Schilf und Bambus.

Barbara Schlei
Juli 2003

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Objekt-Daten

Objektnrprojekt # 004
Baujahr1997 - 2000
EigentümerOrtner, Schultze, Mertens GbR , Köln
BauherrOrtner, Schultze, Mertens GbR , Köln
Architektb&k+ brandlhuber & kniess +
Fotos vonMichael Reisch, Köln
 

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