Eine Betonschale bietet der leichten hölzernen Innen- und Fassadenkonstruktion Halt. Foto: Christian Richters
Wohnen
Überlingerstraße
Überlingerstraße 11
50935 Köln
Lindenthal
50935 Köln
Lindenthal
Das zweiseitig angebaute Reihenhaus liegt durch einen Stichweg erreichbar an der Überlingerstraße. Die öffentliche Seite läßt nur bei näherer Betrachtung die Vermutung aufkommen, daß hier mit unkonventionellen Mitteln ein Umbau bzw. eine Modernisierung durchgeführt wurde.
Die weiße Putzfassade hebt sich von der Nachbarbebauung durch Holzleibungen der Fenster sowie durch ein grundsätzlich anderes Fensterformat ab.
Das wahre Gesicht zeigt das Haus zu der Gartenseite, die aus der Distanz am besten im Herbst oder Winter einsehbar ist; eine dichte Bepflanzung schützt die Privatsphäre der Eigentümer.
Gemeinsames Ziel von Bauherr und Architekten war die Verdichtung einer existierenden Wohnstruktur, um einer wachsenden Familie ihre Bedürfnisse ohne Umzug zu erfüllen.
Zugleich sollte der Umbau durch eine möglichst einfache und preiswerte Konstruktion realisierbar sein, die einen hohen Anteil an Eigenleistung zuließ.
Die weiße Putzfassade hebt sich von der Nachbarbebauung durch Holzleibungen der Fenster sowie durch ein grundsätzlich anderes Fensterformat ab.
Das wahre Gesicht zeigt das Haus zu der Gartenseite, die aus der Distanz am besten im Herbst oder Winter einsehbar ist; eine dichte Bepflanzung schützt die Privatsphäre der Eigentümer.
Gemeinsames Ziel von Bauherr und Architekten war die Verdichtung einer existierenden Wohnstruktur, um einer wachsenden Familie ihre Bedürfnisse ohne Umzug zu erfüllen.
Zugleich sollte der Umbau durch eine möglichst einfache und preiswerte Konstruktion realisierbar sein, die einen hohen Anteil an Eigenleistung zuließ.
Die Abmachung zwischen Bauherr und Architekt war eindeutig: der Bauherr verpflichtete die Architekten, sich genau an das erdachte Raumprogramm zu halten, dafür hatten die Architekten bei der Umsetzung freie Hand.
Herausgekommen ist die Wandlung eines gewöhnlichen Reihenhauses in ein Haus der ungewöhnlichen Orte...
Grundelement des Anbaus ist eine Betonschale, die das Gebäude zur Nachbarbebauung abschottet und der leichten hölzernen Innen- und Fassadenkonstruktion Halt bietet. Die Schale erstreckt sich vom Kellergeschoss, über das Erdgeschoss bis zum 1.Obergeschoss.
Der neue Charakter des Gebäudes offenbart sich in der auffälligen Gartenfassade, die - komplett aus Holz und Glas konstruiert - mit einfachen Mitteln auf den Wechsel der Jahreszeiten reagieren kann und den Bewohnern eine Anpassung an die jeweiligen Belichtungs- und Klimasituationen bietet - dies zudem mit einem eindrucksvollen Lichtspiel im Innenraum.
Die Glasscheiben werden wie Holzschuppen bei herkömmlichen Holzbauten behandelt; die Lüftung des Gebäudes erfolgt im waagerechten Riegel zwischen den Scheiben.
Nicht einsehbar hingegen ist der dem Kellergeschoss vorgeschaltete kleine Hof. Ein beeindruckendes Raumgefühl vermittelt hier auch die Sauna, die den Innenhof zum Garten hin begrenzt. Besonderes Kennzeichen der kontemplative Hof-Atmosphäre ist, wie im gesamten Haus, die reduzierte Material- und Formensprache.
Gregor Steiniger
August 2003
Herausgekommen ist die Wandlung eines gewöhnlichen Reihenhauses in ein Haus der ungewöhnlichen Orte...
Grundelement des Anbaus ist eine Betonschale, die das Gebäude zur Nachbarbebauung abschottet und der leichten hölzernen Innen- und Fassadenkonstruktion Halt bietet. Die Schale erstreckt sich vom Kellergeschoss, über das Erdgeschoss bis zum 1.Obergeschoss.
Der neue Charakter des Gebäudes offenbart sich in der auffälligen Gartenfassade, die - komplett aus Holz und Glas konstruiert - mit einfachen Mitteln auf den Wechsel der Jahreszeiten reagieren kann und den Bewohnern eine Anpassung an die jeweiligen Belichtungs- und Klimasituationen bietet - dies zudem mit einem eindrucksvollen Lichtspiel im Innenraum.
Die Glasscheiben werden wie Holzschuppen bei herkömmlichen Holzbauten behandelt; die Lüftung des Gebäudes erfolgt im waagerechten Riegel zwischen den Scheiben.
Nicht einsehbar hingegen ist der dem Kellergeschoss vorgeschaltete kleine Hof. Ein beeindruckendes Raumgefühl vermittelt hier auch die Sauna, die den Innenhof zum Garten hin begrenzt. Besonderes Kennzeichen der kontemplative Hof-Atmosphäre ist, wie im gesamten Haus, die reduzierte Material- und Formensprache.
Gregor Steiniger
August 2003
Zurück
Objekt-Daten
| Objektnr | projekt # 036 |
| Baujahr | 2000 |
| Eigentümer | privat |
| Bauherr | privat |
| Architekt | Pablo Molestina, Gruppe mdk köln |
| Fotos von | Christian Richters; Fotos vom "Lichtregal" von Gruppe mdk |
Weitere Objekte in der Nähe
Krieler Strasse (0,414 km)Schiller- und Elisabeth-von-Thüringen-Gymnasium (1,910 km)









