Länge läuft...Foto: Christian Richters
Verwaltung & Büro
Umnutzung F&G in Mülheim
Schanzenstraße 41
51063 Köln
Mülheim
51063 Köln
Mülheim
Mit dem Umbau der alten Seilerei in der Schanzenstraße ist ein weiteres Industriegebäude, des letzten Jahrhunderts in Köln-Mülheim, einer neuen Bestimmung zugeführt worden.
Das Gebäude des Kölner Industrieunternehmens Felten & Guilleaume besteht im wesentlichen aus zwei Gebäudeteilen: der alten Seilerei (1912/13) mit betonvergossenen Kappendecken und großformatigen Sprossenfenstern sowie der Erweiterung aus den Jahren 1955/56; einer ziegelverblendeten Betonskelettstruktur mit hochliegenden horizontalen Fensterbänken.
Hier wurden im Verlauf des 20. Jahrhunderts Seile und Kabel für Berg- und Brückenbau, Überland- Erd- und Seekabel produziert - u.a. für den Ausbau des transatlantischen Kabelnetzes.
Auf den fünf Geschossen mit einer Gebäudelänge von 230 Metern, konnten dank der Kappendecken - Stahlkonstruktion, über die volle Länge und Breite nutzbare Ebenen zur Konfektionierung der Kabeln geschaffen werden.
Ebenfalls in der Schanzenstrasse:
->Halle 302
->Verwaltungsgebäude der FOGTEC
Das Gebäude des Kölner Industrieunternehmens Felten & Guilleaume besteht im wesentlichen aus zwei Gebäudeteilen: der alten Seilerei (1912/13) mit betonvergossenen Kappendecken und großformatigen Sprossenfenstern sowie der Erweiterung aus den Jahren 1955/56; einer ziegelverblendeten Betonskelettstruktur mit hochliegenden horizontalen Fensterbänken.
Hier wurden im Verlauf des 20. Jahrhunderts Seile und Kabel für Berg- und Brückenbau, Überland- Erd- und Seekabel produziert - u.a. für den Ausbau des transatlantischen Kabelnetzes.
Auf den fünf Geschossen mit einer Gebäudelänge von 230 Metern, konnten dank der Kappendecken - Stahlkonstruktion, über die volle Länge und Breite nutzbare Ebenen zur Konfektionierung der Kabeln geschaffen werden.
Ebenfalls in der Schanzenstrasse:
->Halle 302
->Verwaltungsgebäude der FOGTEC
Ende Juni 2002 wurden die Architekten beauftragt, bis zum Frühjahr 2003 nahezu 20.000 qm BGF innerhalb eines engen Kostenrahmens und mit hohem Gestaltungsanspruch umzuplanen und zu realisieren. Das Gebäude sollte - nachdem es zwischenzeitlich als Lager genutzt und zumindest teilweise saniert worden war - Büroflächen für ca. 800 EDV-Arbeitsplätze bieten.
Der Entwurf folgte zwei grundlegenden Prinzipien: Zum einen sollte die beeindruckende Längsflucht des Gebäudes nicht durch den Innenausbau aufgelöst oder zerstört werden, zum anderen extrahierten die Architekten ihr Farbkonzept aus den im Gebäude vorhandenen Materialien und deren Farbe.
Die Flure zur Längserschliessung wurden folglich von Stirnseite zu Stirnseite durchgeführt; rythmisiert sowohl von den sichtbar belassenen Konstruktionen des Industriebaus als auch durch das Wechselspiel von rahmenloser Verglasung und großformatigen Eichenholztürelementen.
Die mit den Türelementen alternierenden Verglasungen werden von durchlaufenden Kantprofilen aufgenommen. Diese bündeln auch die endlos anmutenden Komponenten des technischen Ausbaues; Beleuchtungen, Schilder und Kabel werden hier gehalten, befestigt, geführt und verborgen.
Der Entwurf folgte zwei grundlegenden Prinzipien: Zum einen sollte die beeindruckende Längsflucht des Gebäudes nicht durch den Innenausbau aufgelöst oder zerstört werden, zum anderen extrahierten die Architekten ihr Farbkonzept aus den im Gebäude vorhandenen Materialien und deren Farbe.
Die Flure zur Längserschliessung wurden folglich von Stirnseite zu Stirnseite durchgeführt; rythmisiert sowohl von den sichtbar belassenen Konstruktionen des Industriebaus als auch durch das Wechselspiel von rahmenloser Verglasung und großformatigen Eichenholztürelementen.
Die mit den Türelementen alternierenden Verglasungen werden von durchlaufenden Kantprofilen aufgenommen. Diese bündeln auch die endlos anmutenden Komponenten des technischen Ausbaues; Beleuchtungen, Schilder und Kabel werden hier gehalten, befestigt, geführt und verborgen.
Die selbstverständliche Zweckmäßigkeit des längsgestreckten Industriebaus ist von den Architekten in eine zeitgemäße Form- und Farbsprache transformiert worden.
Möglichst viele Oberflächen wurden mit ihren historischen Gebrauchsspuren erhalten und nur wenige Decken verkleidet.
Flankiert wird der Flur - das Rückrat der Anlage - von den fünf monolithischen Klinkertreppenhäusern. Das vorhandene Rotbraun der Ziegel, das Sandgrau der Fugen sowie das Dunkelgrau der verdichteten Betontreppen-Oberflächen und der Stahltreppen findet sich im Farbkonzept der neu geplanten Bereichen wieder.
Ausgehend von den Treppenhäusern wurden sämtliche die Gebäudelänge gliedernde Erschliessungszonen homogen rot gestaltet, so dass sie nun die Reihungen sandgrau gestrichener Büros gliedern. Auch die Nebenräume wie WC´s und Teeküchen nehmen diese Rotfärbung auf und bilden mit der zurückhaltenden Farbigkeit der Büros ein kontrastreiches Wechselspiel.
Die Aussenwirkung des Gebäudes mit seinen denkmalpflegerisch schützenswerten Fassaden wird durch neue notwendige Fenster im Bereich der neuen Seilerei mit ihren Fensterbändern rhytmisiert; in vergleichbarer Weise wurde auch mit der Fassade des Anbaus an der Ostseite verfahren, der nun repräsentativ als Haupteingang, Pausenraum und Besprechungsbereich fungiert.
Gregor Steiniger
August 2003
Möglichst viele Oberflächen wurden mit ihren historischen Gebrauchsspuren erhalten und nur wenige Decken verkleidet.
Flankiert wird der Flur - das Rückrat der Anlage - von den fünf monolithischen Klinkertreppenhäusern. Das vorhandene Rotbraun der Ziegel, das Sandgrau der Fugen sowie das Dunkelgrau der verdichteten Betontreppen-Oberflächen und der Stahltreppen findet sich im Farbkonzept der neu geplanten Bereichen wieder.
Ausgehend von den Treppenhäusern wurden sämtliche die Gebäudelänge gliedernde Erschliessungszonen homogen rot gestaltet, so dass sie nun die Reihungen sandgrau gestrichener Büros gliedern. Auch die Nebenräume wie WC´s und Teeküchen nehmen diese Rotfärbung auf und bilden mit der zurückhaltenden Farbigkeit der Büros ein kontrastreiches Wechselspiel.
Die Aussenwirkung des Gebäudes mit seinen denkmalpflegerisch schützenswerten Fassaden wird durch neue notwendige Fenster im Bereich der neuen Seilerei mit ihren Fensterbändern rhytmisiert; in vergleichbarer Weise wurde auch mit der Fassade des Anbaus an der Ostseite verfahren, der nun repräsentativ als Haupteingang, Pausenraum und Besprechungsbereich fungiert.
Gregor Steiniger
August 2003
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Objekt-Daten
| Objektnr | projekt # 035 |
| Baujahr | 1913/1956 |
| Eigentümer | G. Eggerbauer |
| 2. Bauphase Baujahr | 2003 |
| Bauherr | G. Eggerbauer |
| Architekt | Trint + Kreuder d.n.a. |
| Fotos von | Christian Richters |
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