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Wohnbebauung Sürth

Entstanden sind dreigeschossige Reihenhäuser in geschlossener Bauweise mit einer Gesamtwohnfläche von 2170 qm.
Foto: Lukas Roth


Wohnen

Wohnbebauung Sürth


Am Feldrain/ Kornradenweg
50999 Köln
Sürth

In Köln-Sürth entstand in den letzten Jahren ein neues Wohnquartier südlich der Straße Am Feldrain. 17 drei- geschossige Ziegelstadthäuser bilden den Eingang des neuen Quartiers.

In der ansonsten sehr heterogenen Struktur war der Leitgedanke der Planung, ein Wohnungsbauprojekt zu entwickeln, von dem eine Wirkung als Ganzes mit einer ablesbaren Identität der Gesamtanlage ausgeht.

Entstanden ist eine Wohnbebauung mit dreigeschossigen Reihenhäusern in geschlossener Bauweise mit einer Gesamtwohnfläche von 2170 qm.
Um die Ausrichtung der Häuser und Gärten nach Süden zu ermöglichen, wurde die im Bebauungsplan vorgesehene Erschließung vom südlich gelegenen Kornradenweg aus in Form eines privaten Wohnweges auf die Nordseite des Grundstückes verlegt. Durch diese Maßnahme entsteht eine größtmögliche Grundstücksfläche mit Südorientierung.

Ergänzt werden die Stadthäuser durch eine offene Carportanlage, die jedem Haus zugeordneten Remisen und einheitliche Grundstücksbegrenzungen.
Durchgängige Gestaltungsprinzipien fassen alle Gebäudeteile zu einer Gesamtanlage zusammen.

Entscheidendes Gestaltungsmerkmal der Wohnanlage ist ein bunt gebrannter Vormauerziegel. Dieses Material kommt beim Hauptgebäude an der Nordseite und an den Giebeln, sowie am Carport und an den Remisen zum Einsatz.

Der Ziegel prägt des Erscheinungsbild zum öffentlichen Raum. Er symbolisiert als "harte Fassade" die Abgrenzung zwischen privaten und öffentlichen Bereichen. Im Gegensatz dazu ist die Südfassade zu den privaten Gärten als "weiche Fassade" mit Putz und großflächigen Verglasungen konzipiert.

Weitere Materialien im Außenbereich sind Holz und verzinkter Stahl. Der Materialkontext von Mauerwerk, Putz, Holz und Stahl bezieht sich auf alle Elemente der Anlage.

Die Häuser erfüllen den Niedrigenergiehaus-Standard. Die notwendigen Maßnahmen für diesen Standard sind die hochgedämmte, zweischalige Fassade und die erheblichen solaren Wärmegewinne durch die Öffnung nach Süden. Ein in der Nähe bestehendes Blockheizkraftwerk versorgt die Häuser mit Fernwärme. Die Hauptdachflächen sind extensiv begrünt.
Es gibt zwei verschiedene Haustypen mit unterschiedlichen Achsmaßen. 12 Stadthäuser (Haus A) haben ein Achsmaß von 6,40 m und eine Wohnfläche von 140 m2. Haustyp B mit einem Achsmaß von 4,60 m hat 100 m2 Wohnfläche.

Beide Haustypen sind vergleichbar organisiert. Die Erdgeschosse sind offen strukturiert und dienen nach dem Prinzip "Durchwohnen" dem familiären Leben. Raumhohe Verglasungen mit einem großen Schiebeelement erweitern den Raum optisch in den Garten. Im mittleren Geschoß befinden sich die Schlafräume und das Bad. Das 2. Obergeschoß kann je nach Käufer unterschiedlich ausgestattet werden, vom offenen Atelier bis zum Schlafraum mit kleinem Bad. Auch hier stellen raumhohe Verglasungen den engen Bezug zum Außenbereich her:

Prägend ist die Galerieöffnung, die im großen Haus durch alle Geschosse geht, eine vertikale Verbindung herstellt und mit den raumhohen Öffnungen nach Süden kommuniziert.

Die Konstruktion erlaubt ein hohes Maß an Variabilität in der Raumaufteilung. Die Häuser sind in Schottenbauweise errichtet, die Decken bestehen aus Fertigbeton-Hohlplatten und sind freitragend von Haustrennwand zu Haustrennwand gespannt.


Barbara Schlei
September 2003

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Objekt-Daten

Objektnrprojekt # 03
Baujahr2000
Eigentümerprivat
BauherrGSG Wohnungsbau Braunkohle GmbH
ArchitektSchmitz-Helbig Architektur, Köln
Fotos vonLukas Roth, Köln
 

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