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Werkstattgebäude Großklärwerk Köln Stammheim

Profilbauglas, Sichtbeton und die klare Formensprache der 60 Meter langen Halle fassen verschiedene Funktionen im Gebäudeinneren zusammen und schaffen einen Industriebau mit hohem Wiedererkennungswert.
Foto: Lukas Roth


Industrie & Handel

Werkstattgebäude Großklärwerk Köln Stammheim


Egonstraße
51061 Köln
Mülheim

1992 wurde das Architekturbüro Felder mit der Planung der städtebaulichen Situation im Großklärwerk Köln Stammheim beauftragt. In der Folge entstand ein Mehrzweckgebäude und das Amt für Stadtentwässerung der Stadt Köln.

1999 wurde das multifunktionale Werkstattgebäude dem Bauherren übergeben. Es bildet mit dem vorher entstandenen Mehrzweckgebäude ein lineares städtebauliches Ensemble in Nord-Süd-Ausrichtung. Westlich des Ensembles liegt ein Teil der Werkserschließung, östlich entlang der Gebäude reihen sich gestaltete Außenräume bis hin zum wilden Grün im Norden an.

Ein enges Kostenkorsett zwang zur industriellen Bauweise mit Stahlskelett-Konstruktion und vorgehängten Betonsandwichplatten. Die klare, einfache Struktur und Formensprache der Halle mit den markanten Oberlichtern und dem vorgelagerten Riegel für die Werkplätze zum Grün halten die vielen verschiedenen Funktionen im Gebäudeinneren zusammen.
Der Werkstattneubau dient überwiegend für Schlosserei- und Reparaturarbeiten an Schwerlastfahrzeugen und großvolumigen Pumpen.

Klare Formensprache, ein enges Kostenkorsett und eine knappe Zeitachse sind bestimmend für das Erscheinungsbild der Gesamtanlage, gleichwohl wurde besonderer Wert auf eine klare Gebäudegliederung und Detailgenauigkeit gelegt.
Gegliedert ist der Bau in eine große Werkshalle und in einen vorgelagerten Riegel mit kleineren Raumeinheiten für die Büronutzung. Der Hallenteil wurde im Kellerbereich in Stahlbetonaußenwänden mit Mauerwerk errichtet, im Obergeschoss als Stahlskelettbau, an den Fertigbetonplatten hängen. Die Oberfläche der Betonplatten wurde farblich gestaltet. Es dominiert ein grüner Granitsplit, der in dunklen Mörtel eingelassen ist.

Die Tragstruktur mit den markanten Oberlichtern schafft eine günstige Ausleuchtung des Gebäudes, die große Spannweite lässt die unterschiedlichsten Nutzungen zu.
Zugleich erhält die Halle sowohl innen wie außen ein charakteristisches Erscheinungsbild.

Durch die Verwendung einfacher preiswerter Materialien wie Profilbauglas und Sichtbeton wurden die Kosten gering gehalten. Dennoch erzeugen sie in ihrer Ganzheit ein wirtschaftliches wie räumlich reiches Gefüge. Verglasung mit Industrieglas und Öffnungsflügeln aus Holzprofilen dominieren den Fassadencharakter. Auch im Innenraum bildet die offene Installationsführung den Industriecharakter ab. Der eingeschossige Riegel mit den kleineren Raumeinheiten bildet die Fassade nach Osten. Hier sorgen Oberflächen in Holz und ein hoher Glasanteil für eine helle und offene Atmosphäre.

Barbara Schlei
September 2003

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Objekt-Daten

Objektnrprojekt # 015
Baujahr2000
EigentümerAmt für Stadtentwässerung
BauherrStadt Köln
ArchitektArchitekturbüro Felder
Fotos vonLukas Roth, Köln