Preisgünstiger und flexibler Neu- und Umbau auf einem 120 m langen Grundstück.Foto: Paul Ott
Verwaltung & Büro
Verwaltungsgebäude der FOGTEC
Schanzenstraße 19a
51063 Köln
Mülheim
51063 Köln
Mülheim
Von eigenwilligem Zuschnitt ist das Grundstück, auf dem der Verwaltungsbau der Firma FOGTEC Brandschutz entstand. Nur wenige Meter breit, erstreckt es sich über eine Länge von 120 Metern.
FOGTEC hatte auf einem anderen Teil des Gewerbegeländes Schanzenstraße Verwaltungsräume angemietet. Entwicklung und Fertigung waren im Ruhrgebiet angesiedelt. Die Firma suchte nach einem Weg, beide Bereiche zusammenzulegen. In einer leerstehenden Lagerhalle und dem nach einem Brandschaden freien Nachbargrundstück, sahen Bauherr und Architekt das Potential, FOGTEC eine maßgeschneiderte Lösung anbieten zu können. Der zweigeschossige Neubau, der die wieder hergerichtete Halle flankiert, umfasst Büros und Konferenzräume. Etwa ein Drittel der Fläche wird von einer Werbeagentur genutzt.
Ebenfalls in der Schanzenstrasse:
->Halle 302
FOGTEC hatte auf einem anderen Teil des Gewerbegeländes Schanzenstraße Verwaltungsräume angemietet. Entwicklung und Fertigung waren im Ruhrgebiet angesiedelt. Die Firma suchte nach einem Weg, beide Bereiche zusammenzulegen. In einer leerstehenden Lagerhalle und dem nach einem Brandschaden freien Nachbargrundstück, sahen Bauherr und Architekt das Potential, FOGTEC eine maßgeschneiderte Lösung anbieten zu können. Der zweigeschossige Neubau, der die wieder hergerichtete Halle flankiert, umfasst Büros und Konferenzräume. Etwa ein Drittel der Fläche wird von einer Werbeagentur genutzt.
Ebenfalls in der Schanzenstrasse:
->Halle 302
Die flexible Unterteilung der Grundfläche war oberstes konstruktives Gebot. Zierliche Stahlstützen tragen die gesamte Last; drei Betonkerne wirken unterstützend. In ihnen sind Küchenbereiche, Serverräume und Haustechnik untergebracht. Zwischen ihnen liegen Büroräume. Dank Frühwarnsystem, Rauchabzug und kurzer Fluchtwege, konnte man in punkto Brandschutz auf ein geschlossenes Treppenhaus und eine Beschichtung der Stahlstützen verzichten. Die Räume wirken offen und da auch die Betonflächen unverkleidet sind, roh aber nicht unfreundlich.
Zugunsten einer freieren Raumnutzung hat man auch die ursprünglich geplante Fußbodenheizung im Erdgeschoss verworfen. Nun sind alle ebenerdigen Böden so präpariert, dass sie selbst Maschinenlasten oder Arbeitsbühnen verkraften können. Mit einer Höhe von 3,50 m sind die Räume zudem mit Gabelstaplern befahrbar, können demnach ebenso gut als Werkstatt wie als Atelier dienen.
Die Erschließung des Obergeschosses erfolgt durch eine offene Gittertreppe auf der zur Montagehalle gelegenen Seite. Verglaste Durchblicke schaffen eine funktionale und ästhetische Verbindung zwischen dem alten und dem neuen Gebäudetrakt. Die Büros sind durch Profilit-Glaswände zum Gang hin abgeschirmt. Über die gesamte Länge des Baus erstreckt sich hallenseitig ein Oberlicht und eine Reihung von Leuchtstoffröhren. Trotz der Schlauchform verhindert die Führung des natürlichen wie des künstlichen Lichts jeglichen Eindruck von Enge.
Die nördliche Fassade ist verglast und wird durch rhythmisch eingeschobene Holzelemente, die sich zur Belüftung öffnen lassen, gegliedert. Überschaut man die gesamte Länge wirkt die Fassade plan. Es gibt keine Glashalterung, die störend hervorspringt. Um diese Wirkung bei einer Pfosten-Riegel-Fassade zu erreichen, entschied man sich für eine Verklebung von Glaskanten und Halteprofil. Aufgrund der Erdgeschosshöhe von über drei Metern, musste die Fassadenlösung von individuellem Zuschnitt sein. Standardisiert sind hingegen die Holzelemente, bei denen es sich um gefüllte konventionelle Holzfenster handelt. Durch die Anpassung von Standardelementen ist diese Fassade nicht nur flächenbündig sondern gleichzeitig auch kostengünstig.
Zugunsten einer freieren Raumnutzung hat man auch die ursprünglich geplante Fußbodenheizung im Erdgeschoss verworfen. Nun sind alle ebenerdigen Böden so präpariert, dass sie selbst Maschinenlasten oder Arbeitsbühnen verkraften können. Mit einer Höhe von 3,50 m sind die Räume zudem mit Gabelstaplern befahrbar, können demnach ebenso gut als Werkstatt wie als Atelier dienen.
Die Erschließung des Obergeschosses erfolgt durch eine offene Gittertreppe auf der zur Montagehalle gelegenen Seite. Verglaste Durchblicke schaffen eine funktionale und ästhetische Verbindung zwischen dem alten und dem neuen Gebäudetrakt. Die Büros sind durch Profilit-Glaswände zum Gang hin abgeschirmt. Über die gesamte Länge des Baus erstreckt sich hallenseitig ein Oberlicht und eine Reihung von Leuchtstoffröhren. Trotz der Schlauchform verhindert die Führung des natürlichen wie des künstlichen Lichts jeglichen Eindruck von Enge.
Die nördliche Fassade ist verglast und wird durch rhythmisch eingeschobene Holzelemente, die sich zur Belüftung öffnen lassen, gegliedert. Überschaut man die gesamte Länge wirkt die Fassade plan. Es gibt keine Glashalterung, die störend hervorspringt. Um diese Wirkung bei einer Pfosten-Riegel-Fassade zu erreichen, entschied man sich für eine Verklebung von Glaskanten und Halteprofil. Aufgrund der Erdgeschosshöhe von über drei Metern, musste die Fassadenlösung von individuellem Zuschnitt sein. Standardisiert sind hingegen die Holzelemente, bei denen es sich um gefüllte konventionelle Holzfenster handelt. Durch die Anpassung von Standardelementen ist diese Fassade nicht nur flächenbündig sondern gleichzeitig auch kostengünstig.
Weit auskragend und stützenfrei ragt der große Konferenzraum über den Eingangsbereich. Dieses Gebäude wagt buchstäblich einen Vorstoß auf dieser Gewerbefläche. Außen bestimmen Horizontal- und Vertikalgliederungen in Sonnenblenden, Dach und Glasrippen das Bild. Das Innere des Konferenzsaals im Obergeschoss wird hingegen geprägt durch die freien Diagonalen des Tragwerks.
Der Eingangsbereich der Werbeagentur im rückwärtigen Gebäudeteil hat ein vollkommen anderes Gesicht. Hier dominiert die Rundung. In einer ausladenden Schräge schiebt sich das Erdgeschoss vor wie ein Hochgeschwindigkeitszug. Tief eingeschnitten ist der Eingang. Weil das Gebäude das Corporate Design der Agentur unterstreicht, zog Merida als Mieter ein. Hier wird der Konferenzbereich im Obergeschoss durch schräggestellte Glasscheiben abgetrennt, die im wesentlichen als Schallschutz dienen. Der Winkel ist eher spielerisch gewählt; er ist unabhängig von der Wandrundung.
Das Gebäude hat zwei Gesichter. Jede Seite zeigt eine gleichberechtigte Front, mit unverwechselbarem Charakter. Wer auf einem solchen Gelände Gewerbefläche sucht, der sucht eher nach dem Besonderen, dem eigenwilligen Charme ehemaliger Industriegelände und Bauten. Nicht zuletzt aufgrund dieser Überlegung ließ sich der Bauherr für ausdrucksstarke Lösungen begeistern.
Petra Metzger
Juni 2003
Der Eingangsbereich der Werbeagentur im rückwärtigen Gebäudeteil hat ein vollkommen anderes Gesicht. Hier dominiert die Rundung. In einer ausladenden Schräge schiebt sich das Erdgeschoss vor wie ein Hochgeschwindigkeitszug. Tief eingeschnitten ist der Eingang. Weil das Gebäude das Corporate Design der Agentur unterstreicht, zog Merida als Mieter ein. Hier wird der Konferenzbereich im Obergeschoss durch schräggestellte Glasscheiben abgetrennt, die im wesentlichen als Schallschutz dienen. Der Winkel ist eher spielerisch gewählt; er ist unabhängig von der Wandrundung.
Das Gebäude hat zwei Gesichter. Jede Seite zeigt eine gleichberechtigte Front, mit unverwechselbarem Charakter. Wer auf einem solchen Gelände Gewerbefläche sucht, der sucht eher nach dem Besonderen, dem eigenwilligen Charme ehemaliger Industriegelände und Bauten. Nicht zuletzt aufgrund dieser Überlegung ließ sich der Bauherr für ausdrucksstarke Lösungen begeistern.
Petra Metzger
Juni 2003
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Objekt-Daten
| Objektnr | projekt # 012 |
| Baujahr | 2001 |
| Eigentümer | Gottfried Eggerbauer |
| Bauherr | Gottfried Eggerbauer |
| Architekt | Georg Giebeler, 4000architekten |
| Fotos von | Paul Ott |
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